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Das Ambrì-Fieber und seine Nebenwirkungen

Eine turbulente Saison ging für den HC Ambrì-Piotta versöhnlich zu Ende. Mit dem Ligaerhalt in vier Spielen gegen den SC Langenthal retteten sie den ganzen Klub vor der Katastrophe. Einen grossen Anteil an diesem letztlich guten Ende haben vier Spieler des neu gegründeten Farmteams HCB Ticino Rockets. In den ersten Monaten verschmäht, helfen vier Akteure ihrem grossen Bruder zu einer weiteren Saison NLA.

Von Fabiano Wey

Als immer klarer wurde, dass Ambrì dem Playout-Final und dann der Ligaqualifikation nicht entkommen kann, begann Coach Gordie Dwyer vermehrt junge Spieler der Ticino Rockets einzusetzen. Zusammen mit dem Team der EVZ Academy, hatten die Rockets diese Saison ihr erstes Jahr in der NLB begonnen. Anfangs konnten sie kaum Spiele gewinnen und lagen abgeschlagen auf dem letzten Platz. Aber mit der Zeit begannen sie sich zu steigern und die zählbaren Resultate kamen. Zwischenzeitlich konnten sie sogar von einer Playoff-Teilnahme träumen. Am Ende war es dann der vorletzte Platz vor den GCK Lions. Topskorer dieses Teams war Roman Hrabec mit 20 Toren und 42 Punkten in 44 Spielen - eine starke Quote. Dahinter folgte Christian Stucki mit 35 Punkten.

Diese Leistungsausweise waren Grund genug, um ihnen eine Chance in der Prima Squadra zu geben. Erst recht, weil das Reglement in der Ligaqualifikation nur zwei Ausländer erlaubt und so das Kader mit zusätzlichen Spielern aufgefüllt werden musste. Dafür ist das Farmteam prädestiniert. Christian Stucki spielte zwar schon in der vorletzten Saison viele Partien in der NLA, kam aber unter Hans Kossmann nicht mehr so oft und am Ende gar nicht mehr zum Zug. Gordie Dwyer änderte das wieder, was dem bald 25-jährigen Stucki in dieser Saison noch 13 Spiele bei Ambrì einbrachte. Am Ende war dies eine klassische Win-Win-Situation. Der Mann, der seine Karriere beim HC Lugano begonnen hat, machte kräftig auf sich aufmerksam. Ambrì erzielte in der Ligaqualifikation total 10 Tore. An vier war Stucki direkt beteiligt (1 Goal, 3 Assists) - an so vielen wie kein anderer Spieler. Das ist ein starkes Bewerbungsschreiben für höhere Aufgaben in der Zukunft und könnte ein Vorgeschmack darauf sein, wie Ambrì in der Zukunft aussehen könnte: Mit mehr jungen Spielern.

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Paolo Duca: Erzielte am Donnerstag sein letztes Tor als Spieler für den HC Ambri-Piotta. (Photo: Robert Hradil / RvS.Media)

Auch Noele Trisconi bekam in der Platzierungsrunde und danach seine Chance. Mit vier Punkten in 11 Spielen erreichte er eine durchschnittliche Ausbeute, aber mit viel Tempo in der Offensive produzierte er viele unübersichtliche Situationen vor dem gegnerischen Tor. Gleiches gilt für Tommaso Goi. Der Italiener mit Schweizer Lizenz kam auch zu total 12 Spielen am Ende der Saison. Als sich die Stürmer Peter Guggisberg und Jason Fuchs verletzten und dann auch noch der Verteidiger Marc Gautschi ausfiel, kam für die letzten zwei Spiele auch noch Roman Hrabec ins Team. In Spiel 4 erzielte er ein wunderschönes Bully-Goal. Es war zugleich der Game-Winner und damit die definitive Ligasicherung für den HC Ambrì-Piotta. Das zweite Tor zum 2:0 Endresultat schoss dann Captain Paolo Duca in seinem letzten Spiel. Duca wird nun Sportchef und löst Ivano Zanatta ab. Der grösstmögliche Gegensatz, aber zwei Personen, welche die Zukunft des Klubs massgeblich prägen könnten. Es scheint etwas zu gehen. Der Auslöser: Die zu Beginn harsch kritisierten Ticino Rockets.

Die vier Spieler von den Ticino Rockets trugen in der Ligaqualifikation total sieben Skorerpunkte zum Klassenerhalt bei, brachten aber vor allem auch frischen Wind in diese Mannschaft. Der Umstand, dass man mit Sportchef Paolo Duca vermehrt auf die jungen Spieler setzen will, macht Hoffnung. Eine Stossrichtung, die durchaus zu besseren Zeiten führen könnte. Das und weitere Themen werden den Klub in den nächsten Wochen stark beschäftigen, jetzt wo der Klassenerhalt geschafft ist. Mehr dazu im nächsten Blog.

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Das Ambrì-Fieber und seine Nebenwirkungen

Blog mit aktuellen Themen und Hintergrundinformationen rund um das Phänomen HC Ambrì-Piotta - Ein Bergdorf spielt mit den Grossstadt-Vereinen mit.

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