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Swiss Women's Hockey

Die Positionen in der Women's League sind bezogen


Was gibt’s Neues in der PFWL? Nun, nicht viel, die Positionen sind bezogen, die Spannung hält sich in Grenzen und der "Blick" schweift bereits Richtung Playoffs nach den Olympischen Spielen.

Es gibt keine Zwischenbilanz, in der Zug nicht ungefährdet an der Spitze stehen würde. Die Innerschweizerinnen haben zwar den einen oder andern Punkt liegenlassen, doch ihr Vorsprung auf das zweitplatzierte Ambri-Piotta ist nach wie vor so gross, dass ihnen der Titel eines Qualifikationssiegers nicht mehr zu nehmen ist. Die erste Frage zu den Playoffs ist dementsprechend die Frage nach dem zweiten, direktqualifizierten Team. Ambri liegt zwar 10 Punkte vor dem SC Bern, aber die Bernerinnen haben drei Spiele weniger ausgetragen. Von den fünf Spielen, die Ambri bis zum Qualifikationsende verbleiben, treffen sie zweimal auf den SC Bern und einmal auf Zug. Kein leichtes Restprogramm.

Kommt der Meister noch in Fahrt?

Der Meister hingegen spielt seine acht verbleibenden Partien mit Ausnahme von Langenthal gegen den Rest der Liga. Will sich der SCB direkt für den Halbfinal qualifizieren, ist eine deutliche Leistungssteigerung nötig. Die Bernerinnen liegen im Vergleich zum Vorjahr punktemässig zurück. Eklatant ist der Unterschied bei den geschossenen Toren: 2024/25 waren es in 20 Spielen 79 Treffer, diese Saison produzierte der SCB nur gerade 54 Tore, 25 weniger als vor einem Jahr! Die Torproduktion der in der Meistersaison überragenden Ausländerinnen stockt: Estelle Duvin liegt 3 Tore oder 6 Punkte hinter dem letztjährigen Wert, Maija Otamo 7 Tore oder 9 Punkte und Clara Rozier gar 13 Tore oder 15 Punkte. Das summiert sich zu jenen 25 Treffern, die der SCB im Vergleich zum Vorjahr in der Torproduktion zurückliegt. Woran's liegt? Nicht nur an den Ausländerinnen, doch lässt sich feststellen, dass die Bernerinnen längst nicht mehr so kaltblütig auftreten und oft den Eindruck hinterlassen, keine Einheit zu sein.

Hinter diesem Trio balgt sich ein weiteres Trio - Fribourg-Gottéron, ZSC Lions und Davos – um die beste Ausgangslage für die Play-Ins. Bei den Freiburgerinnen und den Zürcherinnen wechseln sich grün und rot (lies: Sieg oder Niederlage) in bunter Reihenfolge ab, Davos hingegen hat 8 seiner letzten 10 Spiele verloren und ist der heisseste Kandidat für Rang 6. Ob sich Gottéron oder die ZSC Lions das Play-In-Heimrecht sichern, ist offen, den Zürcherinnen bleiben zwei Spiele mehr als Freiburg in der Punktejagd. Dass Langenthal und die Neuchâtel Hockey Academy in den Playouts stehen werden, war seit den ersten Meisterschaftsspielen klar. Sollte es wirklich zu einer Liga-Qualifikation kommen, sind die beiden A-Teams jedoch klarer Favorit (siehe Langenthals 6:0-Cupsieg gegen B-Leader Brandis).

ZSC-Ausländerinnen als Gewinnerinnen

Die Gewinnerinnen des letzten Meisterschaftsviertels sind mit Abstand die beiden ZSC-Ausländerinnen Kristi Sashkina (neu auf Rang 8, 1,00 Punkte im Schnitt, + 0,21) und Kira Juodikis (Rang 12, 0,85 Punkte, +0,15). Angeführt wird die Liste von Berns Estelle Duvin (1,58 Punkte pro Spiel, - 0,08) vor der bisherigen Leaderin Michaela Pejzlova (Ambri, 1,52, - 0,15) und Gottérons Anne-Frédérique Guay (1,48, 0,01). Mit Berns Maija Otamo (1,39), Zugs Noemi Neubauerova (1,25), Gottérons Jenna Suokko (1,18), Ambris Fanny Rask (1,05) und Julia Liikala (1,00) folgen fünf weitere Ausländerinnen mit einem Punktschnitt von 1 und mehr Punkten pro Spiel. Bei den Torhüterinnen bleibt die Reigenfolge an der Spitze unverändert: Zugs Chiara Pfosi (1,31 Tor pro Spiel) führt die Rangliste der Stammtorhüterinnen vor Zürichs Alisha Berger (1,56) an. Nati-Hüterin Saskia Maurer (Bern) hat sich auf Rang 3 vorgearbeitet (1,99), während Davos' Caroline Spiess von Rang 3 auf 6 zurückfiel (2,39).

Mal hier, mal dort…

Wie viele Spielerinnen haben die 8 A-Clubs und 10 B-Clubs in dieser Saison mittels Partnerschaften, B- oder Nachwuchslizenzen bereits eingesetzt? Nun, zwei Teams belegen zusammen Platz 1: Der DHC Lyss und Lausanne Féminin in der SWHL B sowie Langenthal in der Women's League. Lyss rekrutiert seine Zusatzspielerinnen in der Nachbarschaft bei der Neuchâtel Hockey Academy (Topskorerin Tania Kunz, Joya Stettler und die Ausländerinnen Ester Herin, Mattea Adobatin und Anna Sencerz), beim SC Bern (Ilana Leibundgut). Kunz, Stettler und Leibundgut haben früher bereits die Lysser Farben getragen. Langenthal wird in Rapperswil (Lara Kraus), bei den Bassersdorf Ladies (Selina Beer), bei Brandis (Christa Schär) oder Lausanne (Lisa Cédelle) fündig. Lausanne Féminin rekrutiert seine Nachwuchsspielerinnen vornehmlich im nahen Unterwallis (Shannon Schreier, Lena Estève, Amalia Bangerter, Cyrielle Berthod, etc) und im französischsprechenden Raum, aber auch im Tessin. So spielt etwa Sofia Bernardasci, Ambris Torhüterin Nummer 2, neu mit B-Lizenz auch in Lausanne. Von Fribourg-Gottéron wurden Alixane Berthod (lange Jahre Captain des Freiburger Teams) und Soraya Renaud übernommen, aus Yverdon kam Hermione Guillaume, aus La Chaux-de-Fonds Alissia Waeber, beide Mitglieder der U14-Elit-Teams ihres Nachwuchsvereins.

Die GCK Lions als Schnittstelle zwischen den ZSC Lions Frauen und den ZSC Lions Girls in der SWHL C haben 24 Spielerinnen eingesetzt, ebenso viele wie Thun (Partnerteam des SC Bern) und der amtierende B-Meister Zunzgen-Sissach (Partnerteam von Fribourg-Gottéron). In der Women's League liegt Bern mit 23 Spielerinnen an zweiter Stelle hinter Langenthal. Berns zusätzliche Spielerinnen kommen aus Thun (Nora Berger, Joana Leuenberger, Maiko Rösti), von Zunzgen-Sissach verpflichteten die Bernerinnen die US-amerikanische Verteidigerin Bailey Kehl (überraschend) als vierte Ausländerin und von Ajoie kommt ab und an Verteidigerin Naya Mohni zum Einsatz. Umgekehrt spielen die vertraglich an den SCB gebundenen Andrea Schranz für Thun, Mila Croll, Amélie Walzer und Céline Bonassi für Worb. Torhüterin Amélie Walzer hat auch schon Spiele für Neuenburg bestritten.

Nun, soweit, so gut, die Liste könnte beliebig verlängert werden und zeigt auch auf, wie einfallsreich die verschiedenen Clubs auf Kaderlücken oder Verletzungen reagieren. Gehen wir mal davon aus, dass ALLE diese Spielerinnen im Sinne einer effektiven Nachwuchsförderung oder im Sinne von mehr Spielanteilen bei unterklassigen Clubs eingesetzt werden…

…und es werden immer mehr

In der Hitparade der Hattrick-Schützinnen haben sich neue Spielerinnen eingetragen: Fanny Rask (Ambri) und Kristi Sashkina (ZSC Lions) gesellen sich zu den drei EVZ-Stürmerinnen Lara Stalder, Rahel Enzler und Noemi Neubauerova sowie den Freiburgerinnen Norina Müller und Jenna Suokko. Norina Müller, die Neo-Nationalspielerin, steht zusammen mit Nati-Kollegin Lara Stalder und Teamkollegin Jenna Suokko mit bereits jeweils zwei Hattricks auf dem zweitobersten Treppchen. Ganz zuoberst ist nach wie vor Ambris tschechische Nationalspielerin Michaela Pejzlova und neu auch ZSC-Stürmerin Kira Juodikis mit vier Treffern in einem Spiel.

Übrigens: Nur gerade drei Teams haben Hattrick-Torschützinnen gewähren lassen müssen: Fünfmal Langenthal, viermal Davos und dreimal Neuenburg.

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