NHL Observer
Was passiert hinter den Kulissen der NHL und was steckt hinter den Geschichten, die uns bewegen? NHL Insider Joël Ch. Wuethrich öffnet für SHN sein NHL Netzwerk.
In den Playoffs wird der wahre Wert der sogenannten Rollenspieler jeweils immer deutlicher sichtbar. Das Secondary Scoring und die Kadertiefe in der Verteidigung können sogar ganze Playoff-Serien entscheiden. In einer Serie ist dieser Aspekt besonders stark sichtbar geworden.
Jedes Jahr treffen in einer oder mehrerer NHL-Playoff-Serien jeweils Teams aufeinander, die sich in ihrer sportlichen Entwicklung in verschiedenen Zeitachsen bewegen. 2026 ist dies besonders auffällig beim Erstrunden-Duell Edmonton Oilers gegen die Anaheim Ducks.
Man spricht in der NHL bekanntlich von zwei unterschiedlichen Saisons: Jene vor den Playoffs und die Playoffs selbst. Und das gilt auch für den wirtschaftlichen Aspekt im Bereich der Wertschöpfung. Denn vor und während den Playoffs werden die Wertschöpfungsketten noch einmal heftig angekurbelt und die Einnahmen bei allen relevanten Geschäften rund um den Spielbetrieb und um die Mannschaften potenzieren diese noch einmal um ein Vielfaches.
Die erste Runde der NHL-Playoffs wirft jedes Jahr dieselbe grundlegende Frage auf: Wie kann es sein, dass von vier der sechs punktbesten Teams gleich zwei zwingend ausscheiden müssen in den Playoffs?
In der ersten Playoff-Runde gibt es einige Duelle, die mit einer besonderen Rivalität gewürzt sind. Beispielsweise jene zwischen den Pittsburgh Penguins und den Philadelphia Flyers, die als "Battle of Pennsylvania“ bezeichnet wird. Diese mit viel gegenseitiger Abneigung versetzte Rivalität ist historisch gewachsen und hat Tradition. Eine andere indessen ist relativ neu – aber nicht minder mit Emotionen beladen.