Swiss Women's Hockey
Der Blog beleuchtet das Schweizer Frauen-Eishockey – von den Nationalteams über die PostFinance Women’s League bis zu den unteren Ligen. Was läuft wo? Wer macht was? Wir beantworten Fragen und ordnen ein.
Der Draft: Es ist das grosse Trostpflaster für jeden NHL-Club, der eine sportlich unbefriedigende, ja sogar schlechte Saison erdulden muss. Und auch heuer freuen sich Clubs ohne Playoff-Ambitionen bereits auf den Draft am 7. und 8. Juli 2022, der im Centre Bell in Montréal stattfinden wird. Aber die Sache hat diesmal einen Haken...
Die Seattle Kraken, die Arizona Coyotes, die Ottawa Senators und die Montréal Canadiens – vier Clubs, die bereits jetzt Anfang des Jahres nicht mehr mit einer Playoff-Teilnahme 2022 planen. Aber nicht alle gehen gleich mit der Situation um. Was aber bei allen vier ganz oben auf der Wunschliste 2022 steht ist die grosse Hoffnung auf die Chance, einen der designierten Nummer Eins- bis Drei-Draftpicks 2022 an sich binden zu können.
Es ist nun Ende 2021 und Zeit, um jemanden zu würdigen, der viel zu oft in den Aufzählungen der Highlights des Jahres unter den Radar fällt: Als Anfang Dezember 2021 Marc-André Fleury ausgerechnet in seiner Heimatprovinz Québec im Centre Bell in Montréal gegen die Canadiens als erst dritter NHL-Keeper aller Zeiten seinen 500. NHL-Sieg erspielte, passierte Erstaunliches: Die Fans fieberten mit ihm und offeriertem dem 37-Jährigen eine emotionale Standing Ovation. Dies berührte den Mann aus Sorel/Québec sehr, denn er erlitt in diesem Stadion so manche bittere Niederlage.
Aktuell tummeln sich knapp 20 NHL-Stars aus dem deutschsprachigen Raum in der besten Liga der Welt. Gut drei Viertel davon sind Leistungsträger. Was auffällt: Mehr Schweizer als Deutsche haben sich 2021/22 einen NHL-Platz gesichert, aber dafür sind alle deutschen NHL-Cracks absolute Leistungsträger in ihren Clubs.
Es sagte mal der Ex-Fussballstar und „Philosoph“ Andreas Brehme in seiner eloquenten Art: „Haste Scheisse am Fuss, haste Scheisse am Fuss.“ Damit wollte er wohl dezent darauf hinweisen, dass ein Unglück nicht selten allein kommt weiteres Ungemach provozieren kann. Man spricht da auch gerne von Murphy's Law. Und genau diesem Phänomen sind die Canadiens de Montréal diese Saison scheinbar ausgeliefert.