Gazzetta dell'Ambrì
Ausgewählte Beiträge aus dem deutschsprachigen HCAP Fanmagazin, welches jeweils viermal pro Jahr als Printheft erscheint.
Die Ovationen, die Carey Price beim Eröffnungsspiel im Centre Bell geniessen durfte, waren für den sensiblen Goalie und Familienmenschen eine Wohltat und er musste so manche Träne unterdrücken. Es war wie eine Würdigung seiner Karriere, deren Ende naht und gewissermassen ein Prolog zu dem, was folgen sollte.
Roman Josi, Kevin Fiala, Timo Meier und auch Nino Niederreiter – das sind die NHL-Stars aus der Schweiz, die bei uns Kultstatus geniessen. Aber Nico Hischier, Jonas Siegenthaler, Pius Suter und die anderen verdienen genauso die Aufmerksamkeit der Fangemeinschaft.
Der Unterhaltungswert der NHL ist top – das darf man rund zwei Wochen nach Saisonstart als erstes Fazit ziehen. Was auch heuer wieder auffällt: Die stärkste Liga der Welt ist eine Liga der Jungen und Wilden.
In unserem NHL Observer-Blog „Das Phoenix Prinzip“ (den Blog findest du hier) sprachen wir über die vielen NHL-Clubs, die sich gegenwärtig im Zuge eines Rebuildings einem Paradigmenwechsel, Strukturwandel und Neuaufbau unterziehen. Die Clubs, die 2022/23 diesen grossen Schritt machen, können sich dabei von Erfolgsgeschichten aus der nahen Vergangenheit inspirieren lassen:
In der Geschäftswelt spricht man vom Phoenix-Prinzip als eine Entwicklung eines authentischen Führungsstils, indem das Handeln mit einem inneren Kontrollsystem in Einklang gebracht wird. Man will also einem Unternehmen während eines Strukturwandels eine neue, authentische Philosophie verpassen. Genau das passiert aktuell bei mehr NHL-Clubs denn je. Selten zuvor passierte so viel hinter den Kulissen der Chefetagen. Die Saison 2022/23 steht klar im Zeichen des Phoenix-Prinzips.