TrashTalk
Zwei Hockeyfans berichten, was die Schweizer Eishockeyszene bewegt und beschäftigt. Unverblümt, emotional und spitzzüngig. Das ist TrashTalk.
Der EV Zug hat mit dem tschechischen Weltmeister Daniel Vozenilek (28) einen sechsten Importspieler unter Vertrag genommen. Der Stürmer stösst vom tschechischen Meister Ocelari Trinec zum EV Zug und hat bis 2026 unterschrieben. Mit dem tschechischen Nationalspieler hat der EVZ wieder einen Spieler des Spielertyps Carl Klingberg – und möglicherweise ein fehlendes Puzzleteil gefunden.
Doug Shedden, Waltteri Immonen und Jakub Horak prägten den EV Zug im sportlichen Bereich rund um die frühen 2010er-Jahre. Shedden und Immonen bildeten von 2008 bis 2014 das Coaching-Duo und Horak fungierte von 2012 bis 2014 als Sportchef. Die sportlich miserable Saison 2013/14 kostete Shedden und Horak den Job, während Immonen auch unter Shedden-Nachfolger Harold Kreis bis 2018 als Assistenztrainer fungierte. Was machen sie heute?
Der EV Zug will mit sieben Importspielern in die neue Saison starten. Nach der Vertragsauflösung mit Marc Michaelis (28) stehen derzeit fünf Imports unter Vertrag. Bei der Verpflichtung der neuen Importspieler liegt der Fokus mitunter auf der physischen Präsenz und auf den Spielmacher-Qualitäten, da die Zuger nach dem enttäuschenden Ende der letzten Saison in diesem Bereich ein Problem identifiziert haben. Deshalb lohnt sich ein Blick auf den Transfermarkt, um die verfügbaren Optionen zu prüfen.
Die sportliche Führung um Reto Kläy (45) hat den 7. Mai zum Tag des Transferbebens erklärt: Assistenztrainer Todd Woodcroft (51) und Stürmer Brian O’Neill (35) erhalten definitiv keinen neuen Vertrag, der Vertrag mit Stürmer Marc Michaelis (28) wird vorzeitig aufgelöst und Nachwuchs-Hoffnung Tim Muggli (20) kurzerhand in Ambri gegen Nando Eggenberger (24) eingetauscht. Das Transfergebaren erinnert an den Frühling 2016, als Reto Kläy nach einer enttäuschenden Saison ebenfalls den Kader mit unpopulären Entscheidungen saniert hat.
Wochenlang machten Gerüchte und Spekulationen um die Gründe für das Formtief von Jan Kovar (34) die Runde. Auch über eine vorzeitige Vertragsauflösung war spekuliert worden. Nun hat CEO Patrick Lengwiler im Interview mit der Zuger Zeitung ein Machtwort gesprochen: «Wir gehen mit ihm in die nächste Saison».