Sprache auswählen

Swiss Women's Hockey

Nichts Neues an der Frauenhockey-Front: Sechs Teams – Zug, Ambri, Davos, SC Bern, ZSC Lions und Fribourg-Gottéron – kämpfen um vier Playoff-Plätze, zwei direkte und zwei via Pre-Playoffs. Für Langenthal und Neuchâtel Hockey bleiben (leider) nichts als Brosamen.

Es ist zu diesem Zeitpunkt – die Hälfte der Qualifikation ist gespielt – eigentlich wie alle Jahre wieder. Um es polemisch auszudrücken: Die Women's League ist mit acht Teams überdimensioniert, das schleckt keine Geiss weg. Aber am Achter-Feld gibt es wohl nichts zu rütteln, aus politischen, nicht leistungsabhängigen Gründen. So freuen wir uns, dass die gleichen sechs Teams wie in den letzten Jahren - Zug, Ambri, Davos, SC Bern, ZSC Lions und Fribourg-Gottéron – auch in dieser Spielzeit die Titelentscheidung unter sich ausmachen werden. Und noch einmal eine Prise Polemik: Man würde sich wünschen, dass der SWHL-B-Meister in Zukunft so stark ist, dass er die PFWL-Schwanzteams challengen kann.

Zug ist nach wie vor das Mass aller Dinge, daran hat sich auch nach der ersten Niederlage gegen Ambri nichts geändert. Zehn Punkte Vorsprung auf das zweitplatzierte Ambri-Piotta sind ein deutliches Zeichen für die Zuger Stärke – oder vielleicht auch die Schwäche der Konkurrenten? Eine Rangliste, in der nur die Spiele untereinander zählen, also keine Partien gegen Langenthal oder die NHA, zeigt mehr oder minder das gleiche Bild wie die aktuelle, normale Tabelle: Zug führt mit einem Punkteschnitt von 2,7 vor Ambri und dem SC Bern mit je 1,5, Davos und den ZSC Lions mit 1,0 und Fribourg-Gottéron mit 0,9 Punkten pro Spiel. 

Zugs Schnitt ist fast doppelt so hoch wie derjenige der Verfolger, das unterstreicht die Überlegenheit der Innerschweizerinnen noch einmal auf drastische Weise. Von den Verfolgern ist jedem Team zuzutrauen, den Sprung auf Rang 2 zu schaffen: Dem Meister SC Bern, der nach wie vor nicht voll auf Touren gekommen ist, den Davos Ladies, die sechs Spiele hintereinander gewannen, Ambri, das ebenfalls sechs der letzten 10 Spiele gewonnen hat, zwischenzeitlich aber mit der Konstanz kämpft, den ZSC Lions, die eine Niederlagenserie von vier Spielen hinter sich lassen konnten oder Fribourg-Gottéron, das sich in lichten Momenten dem Standing eines Spitzenteams annähern kann.

Topskorer: Ähnlich wie die Ligarangliste

Wo die Topskorerinnen der Liga spielen, ist schnell erraten: In Zug, wo denn sonst? Und zwar gleich die Hälfte aller Top-10-Spielerinnen, angefangen von Rahel Enzler und Lara Stalder, über Alina Marti und Ivana Wey bis zu Noemi Neubauerova. Notabene alles Nationalspielerinnen ihrer Länder. In diese Festung eindringen konnten bis anhin nur Michaela Pejzlova (Nati-Spielerin CZE, Ambri), Lena-Marie Lutz (eine weitere Schweizer Nati-Spielerin), Ann-Frédérique Guay, Jenna Suokko (beide Gottéron) und Estelle Duvin (Nati-Spielerin FRA, SCB). Ein Check der Effizienz der Ausländerinnen pro Team zeigt, dass Ambri mit seinen vier Imports an erster Stelle liegt. Sie produzieren 1,35 Punkte pro Spiel und haben damit bei fünf Siegen die Mehrheit der Tore erzielt. Zugs Neubauerova und Annika Fazokas kommen auf 1,20 Punkte, Bern und Gottérons Ausländerinnen auf je einen Punkt pro Spiel. Darunter liegen die Davos- und ZSC-Ausländerinnen mit 0,68 respektive 0.65 Punkten pro Spiel.

6x3 und 1x4

In Sachen Hattrick-Schützinnen gibts ein Update: ZSC-Stürmerin Lisa Rüedi ist nicht mehr alleinige Halterin des "Hattrick-Awards". Mittlerweile gelang dies auch den drei EVZ-Stürmerinnen Lara Stalder, Rahel Enzler und Noemi Neubauerova sowie den Freiburgerinnen Norina Müller und Jenna Suokko. Allerdings, das ist noch nicht der Rekord in dieser Saison: Den hält seit kurzem Ambris tschechische Nationalspielerin Michaela Pejzlova mit vier Treffern in einem Spiel. 

Grosse Ehre für Nina Kindschi

Die 33-jährige Ex-Internationale Nina Kindschi wurde kürzlich von ihrer ehemaligen Universiät, dem College of St. Scholastica, in die interne Hall of Fame aufgenommen. Kindschi (ehemals Waidacher) nahm die Urkunde zusammen mit ihrem Vater Ludwig in Duluth (Minnesota) entgegen. Die Generalmanagerin der SC Bern Frauen spielte von 2011 bis 2015 vier Jahre für das College-Team, war Topskorerin und wurde als erste CSS-Spielerin in ein All-American-Team gewählt.

Mehr Infos

Kennst du schon...?