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Bull-etin Zug

Die Verjüngungskur beim EV Zug hat begonnen. Vom HC Davos stösst der 20-jährige Stürmer Rico Gredig zu den Kolinstädtern. Die sportliche Führung sieht in ihm grosse Potenzial und ist überzeugt, dass er eine wichtige Rolle übernehmen kann. Doch welche Rolle kann der gedraftete Stürmer tatsächlich spielen? Und folgt schon bald das nächste Talent?

Rico Gredig spielt ab der kommenden Saison für den EV Zug.

Monika Majer / RvS.Media

Die Verjüngungskur hatte sich beim EV Zug bereits angebahnt, nun wird sie in die Tat umgesetzt. Die Verpflichtung von Stürmer Rico Gredig ist ein erster Schritt in diese Richtung. Der 20-jährige spielt seit 2018 in der Organisation des HC Davos und gehört seit der Saison 2023/24 zum NL-Kader. Seine Statistiken sind in Ordnung, bislang sind es 14 Skorerpunkte in 92 Spielen.

Der Stürmer gilt als grosses Talent, was er im Nachwuchs auf verschiedenen Stufen schon beweisen konnte – sowohl national als auch international. Zu seinen beinahe 100 NL-Spielen kommen eine Teilnahme an einer U18-Weltmeisterschaft sowie zwei U20-Weltmeisterschaften hinzu.

Von den New York Rangers gedraftet

Sein Talent ist auch in Nordamerika nicht unbemerkt geblieben. Gredig wurde 2024 in der 6. Runde von den New York Rangers gedraftet und war sowohl 2024 als auch 2025 beim Rookie Camp mit von der Partie. Wie gross die Chance ist, dass sich Gredig dereinst in Nordamerika versuchen wird, ist nicht bekannt. Das Risiko eines Abgangs dürfte für den EVZ zumindest derzeit noch gering sein. Der Wechsel zeigt aber, dass Gredig beim EV Zug bessere Chancen sieht, um sich für einen Vertrag in der Rangers-Organisation empfehlen zu können als beim HC Davos.

Diese Rolle könnte Gredig übernehmen

Noch unklar ist, welche Rolle Gredig beim EV Zug spielen wird. Er kann sowohl auf dem Flügel als auch auf der Centerposition eingesetzt werden. Damit ist er vor allem aus taktischer Sicht ein interessantes und wichtiges Asset. Eine Centerposition wird beim EV Zug auf dem Papier nicht frei, aber: Durch die Verpflichtung von Rico Gredig könnte der aktuelle Topskorer Tomas Tatar wieder dauerhaft auf die Flügelposition rücken. Daher ist es durchaus denkbar, dass Gredig auf der Centerposition eingesetzt wird.

Realistischer ist, dass der wirblige Stürmer für die Flügelposition eingeplant ist. Mit Fabrice Herzog, Nando Eggenberger und Mike Künzle besitzen gleich drei Flügelspieler einen auslaufenden Vertrag. In der Medienmitteilung zum  Gredig-Transfer hob Sportchef Reto Kläy insbesondere seine hohe Spielintelligenz, seinen Speed sowie sein feines Händchen im Umgang mit der Scheibe als Stärken heraus. Diese Aussagen lassen darauf schliessen, dass für ihn eine offensivere Rolle angedacht ist - wie beispielswiese jene Künzle.

Klar ist, dass der Gredig-Transfer gewissermassen als Statement zu betrachten ist. Der 20-Jährige gilt als eines der grössten Sturmtalente und besitzt zweifelsohne eine Menge Potenzial. Einen solchen Transfer gab es nun schon länger nicht mehr. Weitere Transfers in diese Richtung sind aber aufgrund des angestrebten Verjüngungsprozesses fast unumgänglich. 

Der Verjüngungsprozess hat begonnen – kommt nun auch Taibel?

Die Verpflichtung von Rico Gredig ist ein Zeichen dafür, dass Sportchef Kläy den Verjüngungsprozess nun vollziehen wird. Gemäss der "Zuger Zeitung" bahnt sich bereits der nächste Transfer an: Jonas Taibel.

Der 21-jährige Stürmer spielt bei den SC Rapperswil-Jona Lakers eine starke Saison und soll gemäss der Zeitung bereits im OYM gesichtet worden sein. Wie Gredig kann auch Taibel Center und Flügel spielen und wäre daher ebenfalls ein interessanter Spieler. Taibel, welcher letzte Saison auch seine Premiere im Schweizer Nationalteam feierte, war 2023 nach zwei Jahren QMJHL in die Schweiz zurückgekehrt und spielt seither für die Lakers. Interessant: Taibel fungierte bei der U20-Weltmeisterschaft 2024 als Captain des Schweizer Teams und besitzt daher auch Erfahrung in der Rolle eines Teamleaders.

Sollte nach Gredig auch Taibel an den Zugersee wechseln, dürfte sich die These der "Zuger Zeitung" bewahrheiten. Die Zeitung spekulierte vor kurzem, dass Mike Künzle und Nando Eggenberger wohl keine Zukunft beim EV Zug haben.

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